Kulturschwankungen
13 Sep 2010 4 Kommentare
in Japan
Am Sonntag wollte ich mich mal als Spion ausprobieren. Um den teuflichen Plan umzusetzen habe ich mich an eine der Top-Attraktionen Tokyos, den Meji-Schrein, herangepirscht. Meine Tarnung hat unter den ganzen anderen Touristen wunderbar funktioniert. Ich konnte also ungestört alles ausspionieren. Allerdings wurde innerhalb der Haupthalle anti-spionage Einheiten (Wachmänner) aufgestellt, sodass es mir nicht gelungen ist, die Angaben Dritter zu verifizieren.
Der Kaiser steht für eine westlichere Orientierung Japans in der Politik. Die Fässer mit Sake verraten nur die Hälfte, denn auf der anderen Seite waren genau so viele Weinfässer aus aller Welt.
Mein Arbeit hat sich dann wesentlich vereinfacht, als die Menge sich verdichtete. Der Grund dafür war eine Hochzeit im shintoistischem Stil.
Ein weitere Erfolg war die Entdeckung einer Sammlung von Mikrofilmen mit geheimen Informationen. Nun ja, ich gebe zu, es waren weder geheime Informationen noch Mikrofilme. Es handelt sich hierbei um kleine Holztäfelchen, auf die die Gläubigen ihre Wünsche aufschreiben.
Als die Lage dann zu brenzlig wurde habe ich mich in den umgebenden Park (Yoyogi-kōen) begeben. Dieser enthält nicht nur Wiesen und Bäume, sondern unter anderem auch das Schatzmuseum. Wieder war es erstaunlich, wie schnell man vergessen kann, dass man sich in einer Stadt befindet, in dessen Metropolregion über 34 Millionen Menschen leben.
Man wird allerdings sehr schnell beim Verlassen des Parkes wieder zurückgeholt. Direkt an den Park grenzt ein ziemlich bizarres Einkaufsviertel an. Hier kaufen die Otakus ein. Kurz zusammengefasst: Ein Otaku ist ein japanischer Jugendlicher, der einfach anders sein möchte. Inzwischen ist das Outsider-Dasein nicht mehr ganz gegeben, da die Szene ordnetlich gewachsen ist.
Hat man sich durch die Massen durchgekämpft und biegt einmal um die Ecke ich man plötzlich wieder wo ganz anders.
Nur eine Straße weiter landet man auf einmal zwischen Luxus-Geschäften, wie das von Louis Vuitton, wo man sich nicht einmal einen Fußabdruck am Hintern (beim Rausschmiss) leisten kann.
Erinnert ihr euch noch an den kleinen Hund Hachikō, der zehn Jahre auf sein Herrchen gewartet hat. Nach ihm ist ein Ein-/Ausgang am Shibuya-Bahnhof benannt. Und in der Umgebung fahren obige blaue Busse herum, die einen genau an diesen Ein-/Ausgang bringen.
Ja, es ist richtig, dass die Ausgänge an den Bahnhöfen auch Namen haben. Das liegt einfach daran, dass das Gewirr an Wegen unter der Erde aus ausgedehnt ist, dass, wenn man den flaschen Ausgang nimmt, man unter Umständen mehr als 500 Meter weiter von seinem Ziel entfernt ist.
Nur der Vollständigkeit halber, will ich am Ende noch einmal das Bilderalbum erwähnen.
Straßenmusiker
13 Sep 2010 1 Kommentar
in Japan
Auch in Tokyo gibt es Straßenmusiker. Aber was könnten die wohl für Musik machen? Richtig: Karaoke. Aber seht selbst das kleine Vidoe, dass ich vor dem Bahnhof “Shibuya” aufgenommen habe.
Allerdings schienen die nicht dort zu singen, damit sie sich im nächsten Kombini etwas “Biru” holen können. Vielleicht wollen die ja dort ganz groß rauskommen (dabei sind die doch schon draußen^^)
Einstufungstest
13 Sep 2010 2 Kommentare
in Japan
Heute gab es den Einstufungstest für die Sprachkurse. Wir erwartet waren die echt schwer. Nachdem ich den ersten Teil so gut wie leer gelassen habe, bin ich gleich zu den Grundstufen gegangen. Das heißt, aber Ende September beginne ich vorne mit Japanisch.
Dennoch waren mein bisheriges Sprachelernen nicht umsonst. Zum ersten, weil ich mir immerhin schon mal einen Kaffee bestellen kann, und zum zweiten, sollen die Sprachkurse hier sehr schnell vorwärts gehen. Da schadet es sicher nicht, dass ich gegenüber den Studenten, die noch nie eine Japanischstunde hatten, einen kleinen Vorsprung habe.
Anschließend gab es noch eine Sushi-Party. Organisiert wurde die Party von einem Studentenklub, der versucht japanische und internationale Studenten zusammen zu bringen. Stattgefunden hat die Party in einem traditionellen japanischen Haus (so richtig mit Papierwänden und so). Aber irgendwie haben die zu viel Werbung gemacht, denn das Zimmerchen war ordentlich überfüllt. Alles in allem war es aber eine sehr lustige Veranstaltung.











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