International Picknick

Ha, ich schreibe mal über etwas, was heute stattgefunden hat.

International Picknick

International Picknick

Die Studentengruppe PLURIO hat ein Picknick zum Kennenlernen von internationalen und einheimischen Studenten arrangiert. PLURIO kümmert sich im Allgemeinen um die Verbindung von japanischen Studenten mit Austauschstudenten. So soll es zum Beispiel Abend gegen, an denen nur in einer bestimmten Sprache (z.B. Deutsch) gesprochen wird. Das hilft den Austauschstudenten Kontakte hier zu finden, und den Japanern hilft es die Sprache zu Lernen.

Essen beim Picknick

Essen beim Picknick


Wie immer dreht es sich bei solchen Veranstaltungen auch um das Essen. Praktischer Weise wird es so gehandhabt, dass jeder einfach irgendwas mitbringt.

Neben Essen und Quatschen wurde auch Fußball und Frisbee gespielt. Alles in allem ein Netter Nachmittag. Und trotz, dass eigentlich den ganzen Tag Regen angesagt war, bliebt uns die Sonne die ganze Zeit treu.

Tokyo Tower vom Shiba-Park aus

Tokyo Tower


Das Picknick war übrigens im Shiba-Park. Von hier aus hatte man einen tollen Blick auf den Tokyo Tower. In diesem Park war ich auch schon einmal, als ich durch Minota gewandert bin.

Ehe ich es vergesse: Es gibt auch hier wieder ein paar Extra-Bilder.

Ausflug nach China

Irgendwie fangen ziemlich viele Artikel mit „Gestern …“ an. Das liegt einfach daran, dass nach einem Tag Durch-die-Stadt-Wandern bei 35°C keine Energie zum Schreiben mehr vorhanden ist.

Yokohama

Yokohama


Also gestern war ich noch einmal in Yokohama. Wie die Überschrift schon verrät, war ich auf der Suche nach China (eigentlich nur China Town). Während ich so herumgezogen bin stellte sich mir die Frage: Wie erkennst du in Japan ein China Town (diese Seite habe erst beim Schreiben des Artikels gefunden)? An den eigenartigen Schriftzeichen? Na ja, aufgrund mangelnder Informationen habe ich China Town auch nicht gefunden (zumindest glaube ich das).

Einkaufsstraße in Yokohama

Einkaufsstraße in Yokohama


Ich bin stattdessen ein nette Einkaufstraße entlang gewandert. Nach einer Weile fiel mir die unerwartete Musik auf. Da kam doch tatsächlich aus (schlechten) Lautsprechern klassische Musik, von Vivaldi über Debussy bis hin zu einer Streichervariante von Yesterday.

Cross Street

Cross Street


Aber Yokohama hatte kulturell noch mehr zu bieten. In dieser Glaskasten können neue Künstler sich vor Publikum ausprobieren. Der Eintritt ist frei, so habe auch ich die Einladung angenommen, den beiden Mädchen Mai Sakura und Nao Miyazawa (hier ihr Blog) bei der Vorstellung ihrer ersten CD zuzuhören. Seht einfach selber, was die beiden für Musik machen (und achtet dabei, wie die Japaner in der ersten Reihe mitgehen).

Yokohama Cosmo World

Yokohama Cosmo World


Als es dann Abend wurde bin ich zur Yokohama Cosmo World gelaufen. Das ist ein Vergnügungspark, unter anderem mit einem riesigem Riesenrad (aber nicht so groß wie das Daikanransha). Was aber eigentlich viel schöner als der Vergnügungspark war, war das Yokohama Water Candle Fest. Bei Livemusik wurden kleine Laternen auf den Fluss gesetzt.
Yokohama Water Candle

Yokohama Water Candle


Man muss schon sagen, es war (musikalisch gesehen) ein sehr abwechslungsreicher Tag. Erst die Klassik aus Lautsprechern, dann Mai und Nao mit ihrem J-Pop und nun die Liveband mit gutem Jazz.

Auch hierzu gibt es wieder ein kleines Video (allerdings merkt man gerade Nachts, dass es eben doch nur eine Handy-Kamera ist).

Funkturm bei Nacht

Funkturm bei Nacht


Erinnert ihr euch noch an die vielen Bilder von dem rot/weiß gestreiften Turm in Yokohama. Ich habe den Turm wieder gefunden, allerdings diesmal bei Nacht. Jetzt könnte man den Funkturm fast für einen Teil des Vergnügungsparks halten.

Es gibt auch heute wieder ein Link zu einem Bilderalbum.

Blick auf Yokohama

Blick auf Yokohama

Es gibt viele Sprache auf der Welt

Gestern war mein erster Unterrichtstag, inklusive meiner ersten Japanischstunde. Zur Begrüßung hat sich unsere Lehrerin erst einmal ziemlich ausführlich für ihr Englisch entschuldigt (was aber gar nicht schlecht war).

Die meisten in dem Kurs haben zumindest ein wenig Japanisch schon gehabt. Nur bei ganz wenigen ist es aufgefallen, dass das für die ganz neu ist. Der Kurs ist daher im Moment ein wenig zu einfach. Aber ich habe gehört, dass die Kurse im Laufe des Semesters ordentlich das Tempo anziehen, sodass es vielleicht gar nicht schlecht ist, dass ich ein wenig Vorlauf habe.

Trotzdem ist der Kurs sehr sinnvoll. Er heißt „Basic japanese conversation“, und das machen wir dort auch. Wir lernen nicht von den Wurzeln die Grammatik (das kommt in einem anderen Kurs), sondern wir lernen nützliche Phrasen, die man im Alltag gebrauchen kann. Es kommen Lektionen wie zum Beispiel „Bestllen im Restaurant“.

Außerdem schmeißen die ganz schön mit Papier um sich. Ich habe euch mal ein Photo der Kopien gemacht, die allein in einem Kurs an einem Tag angefallen sind.

Kopie eines Kurses

Kopie eines Kurses

Ich brauche noch eine sinnvolle Variante das alles ein zuheften. Noch dazu, wo jeder Zettel ein anders Format hat (A4, A3, B5, ein bisschen größer als B5 aber nicht A4, …).

Weil gerade bei Sprache sind:

Die Überschrift ist kein Schreibfehler

Mir ist beim Betrachten meines Frühstückes (Cornflakes) wieder einmal aufgefallen, dass es in Japan keine Mehrzahl gibt. So esse ich hier コーンフレーク (also Kōnf(u)rek(u) [ō land aussprechen, (u) verschlucken]).

In Japan ist es entweder klar, dass es mehrere sind (wie bei dem Cornflake). Oder man sagt es halt explizit (wie: „In Tokyo gibt es viele Hochhaus“). Oder aber, man will das es mehrdeutig ist. In Japan gibt es daher immer mehr als eine Wahrheit!

Künstliche Inseln und noch mehr Karten

Ich fange mal mit dem Teil der neuen Karte an. Für und in Japan bekomme ich einen Haufen Karten (im EC-Kartenformat). Angefangen bei der Kontoeröffnung bei der DKB. Dort habe ich eine EC-Karte und eine Visakarte bekommen. Hier in Japan musst ich dann ein weiteres Konto eröffnen. Dazu gab natürlich auch eine EC-Karte. Mein Studentenausweis, den ich leider wieder abgeben muss (aber ich werde den vorher ausversehen verlieren und einen neuen machen lassen), ist auch eine solche Karte. Wie gestern geschrieben habe ich meine Alien-Card abgeholt.

Meine Suica

Meine Suica


Eine weitere (und vorerst letzte Karte) habe ich mir gestern besorgt, die Suica. Mit der Suica kann ich zwar nicht billiger, aber dafür einfacher Bahn fahren. Ohne eine solche Karte muss man, bevor man durch die elekronischen Tore geht, ein Ticket für einen bestimmten Zielbahnhof (eingezeichnet in einer riesigen Karte voller Kanjis) kaufen. Mit der Suica geht man einfach durch die Tore durch und beim rausgehen berechnet der Automat automatisch die günstigste Route und zieht den Betrag von der Karte ab. Nur das vorher Aufladen darf man nicht vergessen.

Odaiba

Monorail

Monorail


Odaiba ist eine künstliche Insel in der Bucht von Tokyo. Erreichen kann man die unter anderem mit einer Einschienenbahn über die Rainbow-Bridge. Odaiba ist bekannt als Vergnügungs- und Einkaufsviertel.

Rainbow-Bridge mit Blick von Odaiba auf das Festland

Rainbow-Bridge

Palmen auf Odaiba

Palmen auf Odaiba


Auf Odaiba kommt relativ schnell das Gefühl von Urlaub auf. Man ist direkt am Meer, Palmen wachsen und überall sind Touristen mit ihren Kameras unterwegs (ich zähle mich ja auch dazu). Apropos Palmen: mal ein kleines Wort zum Wetter. Ich habe fast den ganzen September Temperaturen zwischen 32 und 38°C gehabt. Es gibt nur zwischendurch so Tage, wo es durchweg regnet (heute ist einer davon). Dabei kühlt es dann auch merklich auf bis zu 24°C ab.

Daikanransha

Daikanransha


Damit man auch nicht vergisst, dass man sich hier vergnügen soll, ist von überall das Daikanransha sichtbar. Das Daikanransha ist eines der größten Riesenräder der Welt.

Fuji-TV Gebäude

Fuji-TV Gebäude


Die Aussicht kann man aber nicht nur vom Riesenrad aus bewundern, sondern auch aus der Aussichtskuppel des Fuji-TV Gebäudes. Ein Gebäude, das eher an einen Lego-Unfall erinnert, als an ein Haus eines TV-Senders.

Und die Aussicht, die lohnt sich. Da Tokyo an der Ostküste von Japan liegt, liegt die Stadt als westlich von der Insel Odaiba. Das wiederum bedeutet aber, dass die Sonnen über Tokyo unter geht. Sehr beeindruckend.

Sonnenuntergang über Tokyo

Sonnenuntergang über Tokyo

Während ich so photographiere, spricht mich ein Koreaner an, der Urlaub in Tokyo mit seinem Bruder macht. Wir sind dann also ein wenig gemeinsam herum gezogen. Manchmal ist es echt gut, dass in so vielen Ländern Englisch die erste Fremdsprache ist. Da kann sich der Deutsche eben mal in Tokyo mit einem Koreaner unterhalten.

Und vergesst nicht in das Photoalbum herein zu schauen. Da gibt es noch mehr schöne Bilder.

Rainbow-Bridge bei Nacht

Rainbow-Bridge bei Nacht

Meine Adresse

Ich habe euch bis jetzt meine Adresse hier noch nicht mitgeteilt, da ich selber erst einmal nicht durchgesehen habe. Ich versuche es mal zu erklären (die folgenden Angaben erfolgen von „groß“ nach „klein“):

  • Postleitzahl und Präfektur (ken): 223-0061 Kanagawa
  • Stadt (shi): Yokohama
  • Stadtbezirk (ku): Kohoku
  • Stadtteil: Hiyoshi
  • Nummer des Stadtteilabschnittes (chōme): 2
  • Nummer des Häuserblockes (ban): 27
  • Nummer des Grundstückes (gō): 1
  • Gebäudename: Hiyoshi International House
  • Zimmernummer: A304-2

Zusammengesetzt ergibt das dann die folgende Adresse:

Felix Lemke
223-0061 Kanagawa-ken
Yokohama-shi Kohoku-ku Hiyoshi 2-27-1
Hiyoshi International House A304-2

Für die ganz harten unter euch, gibt es die Adresse auch noch einmal in Kanji:

Felix Lemke
〒223ー0061神奈川県
横浜市湖北区日吉2丁目27番1号
日吉インターナショナルハウスA304ー2

Das Zeichen 〒 wird häufig der Postleitzahl vorangestellt. Es dient auch der Wiedererkennung, da es außen an den Postfilialen angebracht ist.

Wenn ihr wollt, könnte ihr auch noch meinen Name in Katagana schreiben:

フェリクス レムケ

Alien-Card

Ganz wichtig: heute konnte ich meine Alien-Card abholen. Ihr erinnert euch an das hin und her bei der Beantragung? Nun, es hat ja geklappt und ich konnte meine Karte abholen. Ich brauche jetzt nicht mehr meinen Reisepass mitnehmen.

Meine Alien-Card

Meine Alien-Card

Ueno und Shinjuku

Heute möchte ich Kilometergeld für meine Tour bekommen. Alles fing ganz gemütlich mit dem Gespräch mit meinem Betreuer hier an der Uni.

Interview mit meinem Betreuer

Als Austauschstudent muss ich eine bestimmt Anzahl von Kursen besuchen. Dazu wählt man aus einer Liste die Kurse aus, wobei die Liste aus Sprach- und Kulturunterricht besteht. Damit man bei der Auswahl unterstützt wird, wird jedem Student ein Betreuer zugewiesen. Praktischerweise wird bei der Zuweisung auf das Fach geachtet, dass man an der Heim-Universität studiert. In meinem Fall habe ich also den Professor Shirahama, ein Professor für Physik als Betreuer.

Herr Shimahara wirkte sehr motiviert und wird mir in nächster Zeit helfen, dass die Liste von Kursen (bestehend aus Sprach- und Kulturkursen) um ein paar Physikveranstaltungen „erweitert“ wird. Da das so eigentlich nicht vorgesehen ist, wäre ich super froh, wenn das klappen würde. Drückt also die Daumen.

Ueno

Micha beim Auspacken einer Anime-Figur

Micha


Wie das nun mal so ist, trifft man bei Veranstaltungen in der Uni immer auf Mitstudenten. Darunter war auch Micha, ein Wirtschaftsstudent aus Bonn. Er hat mich dann einen Ausflug zum Government Building mit ein paar anderen Leuten eingeladen. Super! Nur was machen wir in den fünf Stunden Zeit bis dahin?

Ueno-Skyline

Ueno-Skyline


Zusammen mit Helena haben wir beschlossen einen Ausflug nach Ueno zu machen.

Torii zum Gojoten-Schrein

Torii zum Gojoten-Schrein


In Ueno gibt es einen riesigen Park mit zahlreichen Schreinen. Einer davon ist der Gojoten-Schrein (englische Seite). Dieser Schrein fällt besonders durch seine unglaublich vielen Torii auf, die den Eingang säumen.

Haupthalle des Bentendo

Bentendo


Dann sind wir zum Bentendo (englische Seite) gekommen. Ein Bentendo ist ein buddhistischer Schrein, der dem Gott Benzaiten gewidmet ist. Dieser Gott ist der Gott für alles, was fließt. Das schließt natürlich Flüsse und ähnliches ein, aber auch Wissen und Musik.

Seerosen auf den Shinobazu-Teich

Seerosen


Was an dem Tempel allerdings als erstes auffällt ist der Shinobazu-Teich, der völlig mit riesigen Seerosen zugewachsen ist. Die Blätter dieser Seerosen schwammen allerdings nicht auf dem Wasser, sondern standen mindesten einen Meter darüber.

Mit so einem Boot (in Gelb) sind wir gefahren

Schwanentretboot


Auf einem nicht mit Seerosen bewachsenem Teil des Teiches konnte man mit Tretbooten fahren. In unserem jugendlichem Leichtsinn sind wir natürlich gleich in See gestochen. Nun ist es ja so, dass die Japaner im Durchschnitt doch etwas kürzere Beine haben als ich (oder auch Micha). Beim Treten kam es uns dann so vor, als ob wir mit einem Kinderfahrrad unterwegs sind.

Yanaka-Friedhof

Yanaka-Friedhof

Tokyo Sky Tree

Tokyo Sky Tree


Weiter durch den Park ging es zum Yanaka Friedhof (englische Seite). Neben typischen japanischen Gräbern gab es auch einen schönen Blick auf den Tokyo Sky Tree. Dieser Turm wird nach seiner Fertigstellung (Frühjahr 2012) mit 634 Metern der höchste Fernsehturm und das zweithöchste freistehende Bauwerk (nach dem Burj Khalifa in Dubai) der Welt sein.

Ueno Markt

Ueno Markt


Raus aus dem Park ging es dann auf den Markt von Ueno. Dieser befindet sich unter den Gleisen der Ginza-Line und in den umliegenden Straßen. Hier bekommt man alles, was man nicht gebrauchen kann. Allerdings auch einige Schnäppchen, wie frischen Fisch und billige Kleidung.

Shinjuku

Tokyo Metropolitan Government Building

Tokyo Metropolitan Government Building

Blick nach unten vom Tokyo Metropolitan Government Building

Blick nach unten


Gegen 17:00 Uhr ging es dann weiter nach Shinjuku, dem Regierungsviertel von Tokyo. Warum fahren wir in das Regierungsviertel? Weil man auf das Tokyo Metropolitan Government Building kostenlos hoch fahren kann. Mit seinen 243 Metern war das Gebäude bis 1991 das höchste Hochhaus Tokyos. Man kann also eine gute Aussicht erwarten. Die Sicht war tatsächlich super.

Leider war der Innenraum mit Souvenirläden und einem Restaurant voll. Das bedeutet, dass man innen sehr viel Licht hat, was wiederum störende Spiegelungen beim Photographieren (Entschuldigung, aber ich stehe auf das „ph“) hervorruft.

Ich brauche wohl nicht erwähnen, dass es wieder ein tolles Photoalbum gibt.

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