Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe

Na, wem von euch ist das Zitat von Rilke aufgefallen? Das konnte ich mir nicht verkneifen, wenn ich schon von unserem Zoobesuch am Sonntag berichte.

Kondor hinter tausend Stäben

Tausend Stäbe

Tourigruppe (Ludwig im gestreiften Pullover)

Tourigruppe (Ludwig im gestreiften Pullover)


In einer kleinen Gruppe (ich erinnere mich leider nur noch an einen Namen: Ludwig aus Schweden [mit dem habe ich auch die Sprachkurse zusammen]) haben wir uns in Ueno getroffen. Spontan habe wir dann beschlossen in den Zoo dort zu gehen. Für die Größe der Stadt war es ein kleiner Zoo, für die Grundstückspreise war es ein großer Zoo.

Thailändisches Geschenk

Thailändisches Geschenk


Bevor wir allerdings Tiere zu sehen bekamen, standen wir vor einem nicht japanisch aussehenden Schrein. Es stellte sich dann heraus (dank eines englischen Schildes), dass dieser Schrein ein Geschenk aus Thailand ist, um sich für die was-weiß-ich-wie-viel-jährige diplomatische Beziehung zu bedanken.

Berühmt ist der Zoo unter anderem für die Riesenpandas. Aber die bauen natürlich wenn wir kommen, sodass wir die Pandas nicht sehen konnten. Zudem wurde gerade das relativ große Eisbär-Gehege renoviert. Aber zumindest Affen und Vögel hatten sie dort eine Menge.

Affe

Affe

Menschen hinter Glas

Menschen hinter Glas


Manchmal hatte man das Gefühl, dass man nicht genau weiß, wer eigentlich hinter Gittern sitzt. Und auch für die Fütterung der Besucher wurde ausreichend gesorgt. Irgendwie war die Dichte des Restaurants höher als in den Zoos, die ich sonst so kenne. Ansonsten war es aber ein Zoo, der sich nicht groß von anderen unterscheidet.

Monorail

Monorail


Der Zoo selber besteht aus zwei Teilen (Ost und West). Getrennt werden die Teile durch eine große Straße. Man kann entweder über eine Brücke gehen, oder man nutzt die Monorail (=Einschienenbahn). Diese überwindet die 300 Meter in nur anderthalb Minuten (und kostet 150Yen). Den Spaß konnten wir uns nicht entgehen lassen. Allerdings haben wir mehr als die doppelte Fahrzeit in der Schlange angestanden. Laufen wäre definitiv auch schneller gewesen.

Steg durch Seerosenteich

Steg durch Seerosenteich


Auf der anderen Seite hat uns dann der Souvenir-Shop erwartet. Dort gibt es dann die typische Zoo-Souvenirs: Kuscheltiere und Kekse in Tierform. Der Westteil liegt direkt an dem Seerosenteich, durch den Stege führen. Mitten in diesem See gab es kleine Inseln mit Tieren, wie zum Beispiel Lemuren (kennt ihr aus dem Film Madagaskar). Weiter hinten lag das Reptiliehaus, so mit großen Krokodilen und so.

Krokodil

Krokodil

Pünktlich mit der Schließung des Zoos fing es dann zu regnen an. Wieder einmal war es eine sehr erstaunliche Erfahrung aus einen Park heraus zukommen und plötzlich in so einen riesen Stadt zu stehen.

Wenn ihr noch mehr Bilder sehen wollt, dann schaut euch das Bilderalbum an.

Eine Stadt ohne Bauvorschriften

Schnellstraße über Nihombashi-Gawa

Schnellstraße über Nihombashi-Gawa

Tankstelle mit Solaranlage

Tankstelle mit Solaranlage


Wie ihr vielleicht wisst (oder auch nicht) hängt die Blende am Objektiv unserer Kamera. Aber weil das ja noch alles relativ neu ist habe ich mir aus Deutschland eine internationale Garantiekarte zuschicken lassen. Mit dieser Karte kann ich auch in Japan das Objektiv umtauschen. Also habe ich einen kleinen Ausflug zu Tamron in Tokyo gemacht. Dort stellt sich heraus, dass das nur ein Bürogebäude ist, also nichts wo man einfach rein marschiert und Dinge umtauscht. Ich werde es wohl doch einschicken müssen (zum Glück aber innerhalb der Stadt).

Falls ihr euch fragt, warum ich an einem Montag gemütlich durch die Stadt ziehe: Gestern war ein Nationalfeiertag, nämlich „Tag des Sportes“.

Bank of Japan

Bank of Japan


Kanda (das Viertel, in dem das Tamron-Büro steht) ist im Großen und Ganzen eher ein sehr funktionaler Stadtteil. So wirklich viel gab es auch dort nicht zu sehen. Wandert man dann vom Bahnhof Kanda zum Stadtteil Ginza, so kommt man aber unter anderem an der Bank of Japan vorbei. Irgendwie halt das alte Gebäude nicht mehr gereicht, also haben die einen ziemlich hässlichen Neubau dran gesetzt. Passend dazu befindet sich gleich daneben auch noch das Münzmuseum (wenn das jetzt Josef lesen würde).

Laterne auf der Nihombashi

Laterne auf der Nihombashi


Noch ein Stückchen weiter stößt man dann auf die Nihombashi (das heißt wörtlich Japan-Brücke). Lustig ist, dass der Fluss Nihombashi-Gawa nach der Brück benannt ist, und nicht anders herum. Diese Brücke geht leider ein wenig unter, da man darüber eine Schnellstraße gebaut hat, die einem fast die Sicht nimmt. Aber die Brücke war früher eine der wichtigsten Brücke überhaupt. Außerdem war die der Punkt, von dem aus alle Entfernungen zu Tokyo angegeben wurden.

Drachenwächter

Drachenwächter


Bei genauerem Hinsehen erkennt man aber, dass die Brücke wohl mal bedeutend war. Jeder Laterne ist echt schick verziert mit Figuren, die alle aussehen wir irgendwelche Wächter: „Du kommst hier net rein!“.

Einkaufsparadies Ginza

Einkaufsparadies Ginza

Straße in Ginza

Straße in Ginza


Aber wenn man die Brücke überquert ist man auch fast schon in Ginza. Ginza ist wohl das teuerste Einkaufsviertel von Tokyo. Das erkennt man immer daran, dass die Gesamtwarenwert im Laden zwar gleich bleibt, aber die Auswahl sich auf ein Hundertstel reduziert (sodass das Einzelstück Hundert mal teurer ist).

Bei der Gelegenheit kann ich euch gleich mal neidisch machen. Erinnert ihr euch an den Kaiserpalast mit der schönen Wiesen vollen Bäume davor? Da habe ich mich gestern bei 27°C im Schatten hingelegt. Man sieht sonst immer nur Frauen mit Kind, oder Mann im Anzug. An diesem Tag waren aber tatsächlich eine ganze Menge Familien unterwegs. Aber die Kinder werden echt ganz schön verwöhnt.

Decke des Tokyo International Forums

Decke des Tokyo International Forums


Aber man kann ja nicht nur herum liegen. Ich habe dann das Tokyo International Forum besucht, dass Messegelände dient. Es war zwar keine Messe dort, die mich interessiert, aber die Architektur war schon faszinierend. Über einem hängt die Decke, die in gewisser Weise an Rippen erinnert. Keine Ahnung, ob das ein Symbol für irgendwas ist, aber schick ist es.

Shinkansen und Kimono

Shinkansen und Kimono


Ginza ist übrigens das einzige Viertel, wo ich Frauen im Kimono als Abendgarderobe gesehen habe. Generell ist das Angebot an Restaurants relativ umfangreich dort. Man kann da natürlich Sushi essen gehen, aber auch international schlemmen. Zum Beispiel gibt es dort ein schönes deutsches Restaurant mit Kartoffelauflauf und Eisbein. Leider ist das Essen gehen in Ginza viel zu teuer.

Vergesst nicht den Blick in das Photoalbum.

Sushi-Restaurant mit Warteschlange

Sushi-Restaurant mit Warteschlange

Suica wird gegen Pasmo getauscht

Pasmo mit Monatskarte

Pasmo mit Monatskarte


Kennt ihr noch die Suica? Ich habe die jetzt gegen eine Pasmo getauscht (fast getauscht: ich muss die Suica noch zurück bringen, im Moment habe ich noch beide Karten). Warum habe ich das gemacht? Dazu einen kleinen Ausflug in das Bahnsystem von Tokyo.

Bahnnetz

Bahnnetz


Prinzipiell gibt es zwei Systeme in Tokyo: Die Tokyo U-Bahn und die JR-Linien. Dazu kommen die Linien um Tokyo herum, wie die der Tōkyū-Gesellschaft.

Blick zum Bahnhof Hiyoshi

Blick zum Bahnhof Hiyoshi


Bleiben wir aber zunächst in Tokyo. Die JR betreibt wohl eine der wichtigsten Linien in Tokyo: die Yamanote Line. Diese Linie fährt im Kreis und verbindet die wichtigsten Umstiegspunkte miteinander. Die U-Bahn wiederum wird von zwei Unternehmen betrieben: durch die städtisch-staatliche Aktiengesellschaft Tokyo Metro und die städtische Toei-U-Bahn.

An dieser Stelle sein erwähnt, dass die Tokyo Metro neben der Hongkonger U-Bahn die einzige U-Bahn der Welt ist, die profitabel Arbeitet. Dabei gilt die Bahn als sehr gut gewartet und sicher.

Fahrkartenautomaten in Roppongi

Fahrkartenautomaten in Roppongi


Nun zu den Karten: Prinzipiell kann man mit jedem Ticket in jedem Netz fahren. Man sollte nur beachten, dass ein Bahnhof, der nur von der U-Bahn angefahren wird, nicht auf einer Preis-Karte an den JR-Automaten zu finden ist (und anders herum). Auch die Prepaid-Karten Suica (gehört zu JR) und Pasmo (gehört zur U-Bahn) kann in beiden Netzen genutzt werden. Man merkt also nicht zwangsläufig, dass man zwischendurch den Betreiber wechselt.

Wenn man allerdings etwas besonderes möchte, wie eine Monatskarte für eine bestimmte Strecke, geht das nur an einem Schalter der betroffenen Linie. Ich fahre (fast) täglich von Hiyoshi (da wohne ich) nach Mita (dort ist der Mita-Kampus). Dazu nutze ich von Hiyoshi nach Meguru die Meguru Line (wird von Tōkyū betrieben) und von Meguru nach Mita die Mita Line (wird von Toei betrieben). Aber ich muss nicht umsteigen. Der Betreiber wechselt zwar, der Zug bleibt dabei aber der selbe (man bekommt es nur anhand einer Bandansage, die sich für die Nutzung der Linie bedankt, mit). Lange Geschichte, kurzer Sinn: ich nutze in Tokyo eine Linie von Toei, damit die U-Bahn, und das bedeutet wiederum ich brauche die Pasmo, um die Prepaid-Karte auch als Monatskarte nutzen zu können.

Zugangssperren in Ikebukuro

Zugangssperren in Ikebukuro


Ein kurzes Wort zu den Preisen: Ich habe für einen Monat für die Nutzung einer einzelnen Verbindung (und das Bahnhöfe auf dem Weg dazwischen) 7140 Yen (ca. 64 Euro) bezahlt. Zum Vergleich, was uns das Semesterticket für ganz Sachsen und für eine halbes Jahr kostet: 139,50 Euro. Damit man besser den Unterschied sieht habe ich mal heraus gesucht, was ein Ticket für ein halbes Jahr und alle Linien in Tokyo kostet: 90830 Yen (ca. 820 Euro).

Asiatische Kultur in 30 Minuten

Japanische Gallerie

Japanische Gallerie

Buddha-Statue

Buddha-Statue


Heute schließt der kleine Rückblick auf das vergangene Wochenende ab. Wie Gestern beschrieben waren wir am Kaiserpalast. Anschließend wollten wir dann zum Tokyo National Museum. Unterwegs sind wir dann noch in einem Restaurant hängen geblieben und irgendwie hat sich das dann alles so hingezogen, dass wir 16:30 am Museum waren. Nun sollte man vielleicht erwähnen, dass das Museum um 17:00 Uhr schließt. Weil aber an diesem Sonntag für alle Auslandsstudenten freier Eintritt war, sind wir trotzdem rein gegangen.

Japanische Truhe

Japanische Truhe


Mehr als für einen ganz grober Überblick hat es dann auch nicht gereicht. Aber war immerhin genug, um uns neugierig zu machen. Wir kommen wieder.

Für japanische Museen ist es untypisch, aber man durfte Photographieren, wenn auch ohne Blitz. Deshalb darf ich euch wieder ein Bilderalbum präsentieren.

Noch etwas, das gar nichts mit dem Museum zu tun hat, außer dass es davor stand. In Tokyo fahren auch kleine Eiswagen herum. Nur sind die Sorten, die dort angeboten werden etwas seltsam. Grüntee-Eis kann man Japan ja schon fast erwarten, aber spätestens bei Süßkartoffel-Eis hört man sich schon.

Eiswagen

Eiswagen

Doppelt hält besser

Samstag

Skyline am Kaiserpalast

Skyline am Kaiserpalast

Blick auf den Kaiserpalast

Blick auf den Kaiserpalast


Ihr erinnert euch, dass sich die Teezeremonie länger als geplant hingezogen hat? Wir haben trotzdem beschlossen noch nach Tokyo rein zu fahren und den Kaiserpalast zu besichtigen. Der Kaiserpalast liegt mitten im Stadtzentrum und ist umgeben von einem der nobelsten Geschäftsvierteln. Leider sieht man vom Palast nur relativ wenig, da er umgeben ist von einem nichtöffentlichen Park.

Eingang zum nichtöffentlichen Teil

Eingang zum nichtöffentlichen Teil


Es gibt auch einen zugänglichen Teil in dem Park, aber der macht um 16:30 Uhr zu, und wir waren erst gegen 17:00 Uhr da. Wir sind dann halt einmal um den Park herum gelaufen. Der Park auf der einen Seite und die Geschäftshochhäuser bieten gerade Abends dabei eine imposante Kulisse.

Skyline am Abend

Skyline am Abend

Unterwegs sind wir dann einem älteren Herr begegnet, der uns sehr viel (auf Japanisch) erklärt hat. Es ging unter anderem um die ろんり まん (ronri man = Lonly Men, die in der U-Bahn Frauen angrapschen), darum, dass Tokyo sich keine Fahrradwege leisten kann und dass die jungen Leute heute nicht mehr genügend Kanji (die chinesischen Schriftzeichen) können.

Ein paar schöne Bilder, besonders Nachtbilder, gibt es natürlich wieder.

Sonntag

Komische Touristen vor dem Kaiserpalast

Komische Touristen vor dem Kaiserpalast

Haus im Park

Haus im Park


Weil also nicht in den Park gekommen sind und ein paar andere auch noch zum Kaiserpalast wollten, sind am Sonntag noch einmal hin gefahren. Und es ist selbstverständlich, dass man am Tag reinkommt. In den Park werden immer nur eine begrenzte Anzahl von Leuten rein gelassen. Dazu werden kleine Kärtchen ausgegeben, die man wieder beim Verlassen abgibt. Sind die Kärtchen alle, kommt keiner mehr rein. Aber im Oktober brauch man sich keine Sorgen machen, dass die Kärtchen alle sind.

Garten im Park

Garten im Park


Drinnen gab es neben einigen alten Häuschen vor allem „Park“ zu sehen. Alles ist immer ordentlich gepflegt. Auch im Herbst (wobei der noch nicht richtig begonnen hat) wird Laub gefegt, der Rasen ist immer gemäht und die Pflanzen gestutzt.
Koi

Koi


Im Teich findet man natürlich Kois, aber auch Schildkröten. Die Kois, so erzählte uns ein älterer Herr, waren wohl ein Geschenk aus Vietnam an der vorherigen Kaiser (alle Angaben die ich mache, die aus japanischen Erzählung von Einheimischen kommen sind ohne Gewähr).

Blick von den alten Kaiserpalast-Resten auf den Park

Blick von den alten Kaiserpalast-Resten auf den Park

Bambus

Bambus


Das Bambus schnell wächst war mir ja bekannt. Aber wenn man doch einmal vor Bambus steht, der mindestens zehn Meter hoch war, dann ist man doch erstaunt. Solche und andere Bilder gibt es wieder in einem Album. Wundert euch bitte nicht, dass ich zur Zeit Facebook nutze, um die Bilder euch zu zeigen. Aber der Dienst shwup, den ich vorher genutzt habe, verzerrt gerade alle Bilder im Hochformat.

Abwarten und Tee trinken

Am Samstag waren wir bei einer echten japanischen Teezeremonie. Diese Veranstaltung wurde per Plakat in unserem Wohnheim angekündigt und wurde von einem Kulturverein aus Hiyoshi organisiert. Als wir dort angekommen sind sah es zunächst mehr nach einem Altenheim, als nach irgendwas traditionell Japanischen aus. Ältere Damen tranken in einem Flachbau Kaffee und hielten Kaffeeklatsch.

Wir sind dann aber doch reingegangen und wurde in die zweite Etage geführt. Dort betraten wir dann auf einmal einen Raum, der wirklich jedem Cliché entspricht: Matten auf dem Boden, Papierwände, so gut wie keine Möbel und Schiebetüren.

Raum der Teezeremonie

Raum der Teezeremonie


Wir haben uns dann in die Reihe ältere Damen gesetzt und abgewartet. Nach einer Weile tauchte dann die erste Dame im Kimono auf. Es stellt sich dann heraus, dass das die Lehrerin war, die uns (tatsächlich auf Englisch) erklärt, was wir machen müssen. Denn Teezeremonie ist ja nicht Teetrinken. Neben allerlei Verbeugungen, Tasse-Drehen und nach einmal Verbeugungen gehört auch das angemessene Begutachten das Tasse dazu. Wir hatten natürlich alle ganz tolle und bedeutende Tassen bekommen.

Wichtige Ausstattung

Wichtige Ausstattung


Auch die Ausstattung im Raum hatte ihr ganz eigene Bedeutung. In Japan werden nicht einfach Blumen hingestellt. Jede Blüte hat eine Bedeutung, auch abhängig davon, wie viele Blumen im Strauß stecken. Die Erklärung der Schrift und des Kästchens haben ich leider nicht mitbekommen, da ich da gerade dabei war, meinen Tee in genau drei Schlucken zu trinken.

Nach dem Teetrinken haben wir dann versucht aufzustehen. Das ist gar nicht so leicht, wenn bei Beine eingeschlafen sind. Unser Herumstehen und Warten auf das Aufwachen der Beine wurde als „Ihr wollt wohl noch mehr sehen“ aufgefasst. Denn so ein Kulturverein trinkt nicht nur Tee, die singen auch im Chor, tanzen Volkstanz (フォークダンス = fōk(u)dans(u)), malen, basteln und tragen Kimonos (das ist das, was ich dem Kursheft entnehmen konnte). Ab dem Moment war uns klar, dass wir hier nicht so schnell wegkommen.

Malen lernen

Malen lernen


Schneller als wir uns umsehen konnten saßen wir dann selber an einem Tisch und sollten malen. Damit wir lernen mit dem Pinsel – der so lang wie meine Unterarm war – umzugehen, durften wir zunächst Raster und Spiralen malen. Dann ging es an die Gestaltung einer Karte, für die wir dann eine Frucht (keine Ahnung, was das war) abzeichnen sollten. Die Zeichnung des kleinen Kindes sah wesentlich besser aus als unsere.

Galerie

Galerie


Die Lehrerin hat uns dann noch gezeigt, was andere so gemacht haben. Habe ich schon erwähnt, dass es nach der eigentlichen Teezeremonie komplett in Japanisch weiterging? Aber in Japan kommt man relativ weit, wenn man dem Erzählenden deutlich macht, dass man noch zuhört. Dazu muss man nur gelegentlich (in Japan heißt das: nach jedem Satz) ein ああ、そうですか。(Aha, wirklich?) einstreut. Die merken natürlich, dass man nichts versteht, aber ist trotzdem höflich immer fein zu nicken.

Zum Abschluss (der sich wirklich hinzog) gab es dann noch die selbst gebastelte Visitenkarte der Lehrerin.

せんせいのめいし (Visitenkarte des Lehrers)

せんせいのめいし

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