Trick or treat

Hexerei

Hexerei


Wer mit der Überschrift nichts anfangen kann: Das ist der Spruch, der von Kindern aus englischsprachigen Ländern benutzt wird, wenn sie an Halloween um die Häusern ziehen. Er heißt so viel wie „Streich oder Süßigkeiten“. Warum habe ich diese Überschrift gewählt? Weil wir hier im Wohnheim auch eine Halloween-Party hatten.

Gruppenfoto

Gruppenfoto

Luigi, Prinzessin Daisy, Prinzessin Peach

Luigi, Prinzessin Daisy, Prinzessin Peach


Bei der Kostümwahl ging es allerdings nicht um den Gruselfaktor, sondern um Kreativität. Dabei möchte ich hier nur einige erwähnen: ein Charakter aus Mariokart (inklusive Auto), Mario und Luigi, Tom Riddle, die Grinsekatze aus „Alice im Wunderland“, …

Getränkeautomat

Getränkeautomat


Das beste Kostüm (hat dann auch mit Abstand den Wettbewerb gewonnen) war allerdings der Getränkeautomat. Shian Wei Chang (so der Name des Kostümierten) hatte sogar ein paar Dosen dabei, sodass man tatsächlich ein Getränk bei ihm kaufen konnte. Echt der Hammer.

Wie immer könnte ihr euch noch weiter im Bilderalbum umschauen.

Drei Getränkeautomaten

Drei Getränkeautomaten

Keio vs. Waseda

In Japan gibt es ja eine Vielzahl an privaten Universitäten. Und die Konkurrenz wird nicht nur in Hochschulrankings ausgetragen (da Keio gegen Waseda gewonnen), sondern auch in der Freizeit. So fand am Wochenende das traditionelle Baseballspiel der Keio Universität gegen die Waseda Universität statt.

Unsere Mannschaft im Stadion

Unsere Mannschaft im Stadion

Meine Eintrittskarte

Meine Eintrittskarte


Da Baseball das Nationalsport in Japan ist, dachte ich mir: „Einmal kann man das ja mal mitnehmen.“ (Ok, ich weiß, ich war noch nie in einem deutschen Fußballstadion.) Aber PLURIO hat einen gemeinsamen Ausflug organisiert und mit 500 YEN (inzwischen etwas weniger als 5 Euro) ist die Eintrittskarte auch sehr günstig.

Ich habe euch nicht ganz die Wahrheit gesagt, als ich meinte, das Spiel war am Wochenende. Eigentlich waren die beiden Spiele (Hin- und Rückrunde) am Samstag (土曜日) und Sonntag (日曜日) geplant, aber am Samstag hat er geregnet. Also wurde das Spiel auf den Montag verlegt, was in erster Linie Unifrei bedeutet. Wir waren mit unserer Gruppe sowieso am Sonntag dort.

Mein Essen im Stadion (Yakusoba)

Mein Essen im Stadion (Yakusoba)


Es war ein sehr langer Sonntag. Treffen war um 10 vor dem Stadion (bei einer Stunde Anfahrt) und das Spiel fing um 13 Uhr an. Was haben wir in der Zwischenzeit gemacht? Erst einmal haben wir die Karten von PLURIO abgeholt und anschließend haben wir den nächsten Kombini (das Wort kommt vom Englischen Convenience Store, also ein „Komfort-Laden“ [Tante-Emma-Laden], wenn man beachtet, dass die Japaner kein „V“ haben und stattdessen ein „B“ verwenden) aufgesucht, um uns mit Essen und Trinken einzudecken. Dann (also ca. 11:30) ging es zurück zum Stadion.
Cheerleader

Cheerleader


Im Stadion wurden wir dann gut beschäftigt. Es tanzten Cheerleader, wir sangen die Keio-Hymne, wir klatschten im Rhythmus, …

Für die Keio-Hymne wurde extra eine Papptafel hoch gehalten mit dem Text. Leider komplett in Kanji, sodass keiner von uns mitsingen konnte. Es war aber trotzdem ein lustiges Ereignis. Seht einfach selbst:

Keio schlägt den Ball

Keio schlägt den Ball


Als das Spiel anfing haben wir vor lauter Beschäftigung den ersten Home Run verpasst. Dieser Home Run hat dann zu einer weiteren Schunkelei zur Musik geführt. So ging es dann auch das Spiel weiter bis ca. 16 Uhr. Immer schön aufstehen, wenn wir dran sind mit Schlagen und dabei Anfeuerungen sinden.

Weil wir natürlich nicht verstanden, was wir da singen, fing Teil von unserer Gruppe nach einer Weile einfach mit „Go, go Keio“ an. Das geht natürlich nicht, so steht es nicht im Programm des Vorsingers/-Klatschers. Also kam dann ganz schnell jemand und hat uns berichtigt.

Was soll ich sonst noch erählen? Ach ja, wir haben 2 zu 0 gewonnen. Am Monat fand die Rückrunde statt, die wir mit 7 zu 2 gewonnen haben (schade, sonst hätten die noch ein Entscheidungsspiel am Dienstag spielen müssen, was wiederum Unifrei bedeutet hätte).

Noch ein paar lustige Bilder gibt es im Album. Freut euch schon mal auf den Bericht von der Halloween-Party am Abend.

Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe

Na, wem von euch ist das Zitat von Rilke aufgefallen? Das konnte ich mir nicht verkneifen, wenn ich schon von unserem Zoobesuch am Sonntag berichte.

Kondor hinter tausend Stäben

Tausend Stäbe

Tourigruppe (Ludwig im gestreiften Pullover)

Tourigruppe (Ludwig im gestreiften Pullover)


In einer kleinen Gruppe (ich erinnere mich leider nur noch an einen Namen: Ludwig aus Schweden [mit dem habe ich auch die Sprachkurse zusammen]) haben wir uns in Ueno getroffen. Spontan habe wir dann beschlossen in den Zoo dort zu gehen. Für die Größe der Stadt war es ein kleiner Zoo, für die Grundstückspreise war es ein großer Zoo.

Thailändisches Geschenk

Thailändisches Geschenk


Bevor wir allerdings Tiere zu sehen bekamen, standen wir vor einem nicht japanisch aussehenden Schrein. Es stellte sich dann heraus (dank eines englischen Schildes), dass dieser Schrein ein Geschenk aus Thailand ist, um sich für die was-weiß-ich-wie-viel-jährige diplomatische Beziehung zu bedanken.

Berühmt ist der Zoo unter anderem für die Riesenpandas. Aber die bauen natürlich wenn wir kommen, sodass wir die Pandas nicht sehen konnten. Zudem wurde gerade das relativ große Eisbär-Gehege renoviert. Aber zumindest Affen und Vögel hatten sie dort eine Menge.

Affe

Affe

Menschen hinter Glas

Menschen hinter Glas


Manchmal hatte man das Gefühl, dass man nicht genau weiß, wer eigentlich hinter Gittern sitzt. Und auch für die Fütterung der Besucher wurde ausreichend gesorgt. Irgendwie war die Dichte des Restaurants höher als in den Zoos, die ich sonst so kenne. Ansonsten war es aber ein Zoo, der sich nicht groß von anderen unterscheidet.

Monorail

Monorail


Der Zoo selber besteht aus zwei Teilen (Ost und West). Getrennt werden die Teile durch eine große Straße. Man kann entweder über eine Brücke gehen, oder man nutzt die Monorail (=Einschienenbahn). Diese überwindet die 300 Meter in nur anderthalb Minuten (und kostet 150Yen). Den Spaß konnten wir uns nicht entgehen lassen. Allerdings haben wir mehr als die doppelte Fahrzeit in der Schlange angestanden. Laufen wäre definitiv auch schneller gewesen.

Steg durch Seerosenteich

Steg durch Seerosenteich


Auf der anderen Seite hat uns dann der Souvenir-Shop erwartet. Dort gibt es dann die typische Zoo-Souvenirs: Kuscheltiere und Kekse in Tierform. Der Westteil liegt direkt an dem Seerosenteich, durch den Stege führen. Mitten in diesem See gab es kleine Inseln mit Tieren, wie zum Beispiel Lemuren (kennt ihr aus dem Film Madagaskar). Weiter hinten lag das Reptiliehaus, so mit großen Krokodilen und so.

Krokodil

Krokodil

Pünktlich mit der Schließung des Zoos fing es dann zu regnen an. Wieder einmal war es eine sehr erstaunliche Erfahrung aus einen Park heraus zukommen und plötzlich in so einen riesen Stadt zu stehen.

Wenn ihr noch mehr Bilder sehen wollt, dann schaut euch das Bilderalbum an.

Eine Stadt ohne Bauvorschriften

Schnellstraße über Nihombashi-Gawa

Schnellstraße über Nihombashi-Gawa

Tankstelle mit Solaranlage

Tankstelle mit Solaranlage


Wie ihr vielleicht wisst (oder auch nicht) hängt die Blende am Objektiv unserer Kamera. Aber weil das ja noch alles relativ neu ist habe ich mir aus Deutschland eine internationale Garantiekarte zuschicken lassen. Mit dieser Karte kann ich auch in Japan das Objektiv umtauschen. Also habe ich einen kleinen Ausflug zu Tamron in Tokyo gemacht. Dort stellt sich heraus, dass das nur ein Bürogebäude ist, also nichts wo man einfach rein marschiert und Dinge umtauscht. Ich werde es wohl doch einschicken müssen (zum Glück aber innerhalb der Stadt).

Falls ihr euch fragt, warum ich an einem Montag gemütlich durch die Stadt ziehe: Gestern war ein Nationalfeiertag, nämlich „Tag des Sportes“.

Bank of Japan

Bank of Japan


Kanda (das Viertel, in dem das Tamron-Büro steht) ist im Großen und Ganzen eher ein sehr funktionaler Stadtteil. So wirklich viel gab es auch dort nicht zu sehen. Wandert man dann vom Bahnhof Kanda zum Stadtteil Ginza, so kommt man aber unter anderem an der Bank of Japan vorbei. Irgendwie halt das alte Gebäude nicht mehr gereicht, also haben die einen ziemlich hässlichen Neubau dran gesetzt. Passend dazu befindet sich gleich daneben auch noch das Münzmuseum (wenn das jetzt Josef lesen würde).

Laterne auf der Nihombashi

Laterne auf der Nihombashi


Noch ein Stückchen weiter stößt man dann auf die Nihombashi (das heißt wörtlich Japan-Brücke). Lustig ist, dass der Fluss Nihombashi-Gawa nach der Brück benannt ist, und nicht anders herum. Diese Brücke geht leider ein wenig unter, da man darüber eine Schnellstraße gebaut hat, die einem fast die Sicht nimmt. Aber die Brücke war früher eine der wichtigsten Brücke überhaupt. Außerdem war die der Punkt, von dem aus alle Entfernungen zu Tokyo angegeben wurden.

Drachenwächter

Drachenwächter


Bei genauerem Hinsehen erkennt man aber, dass die Brücke wohl mal bedeutend war. Jeder Laterne ist echt schick verziert mit Figuren, die alle aussehen wir irgendwelche Wächter: „Du kommst hier net rein!“.

Einkaufsparadies Ginza

Einkaufsparadies Ginza

Straße in Ginza

Straße in Ginza


Aber wenn man die Brücke überquert ist man auch fast schon in Ginza. Ginza ist wohl das teuerste Einkaufsviertel von Tokyo. Das erkennt man immer daran, dass die Gesamtwarenwert im Laden zwar gleich bleibt, aber die Auswahl sich auf ein Hundertstel reduziert (sodass das Einzelstück Hundert mal teurer ist).

Bei der Gelegenheit kann ich euch gleich mal neidisch machen. Erinnert ihr euch an den Kaiserpalast mit der schönen Wiesen vollen Bäume davor? Da habe ich mich gestern bei 27°C im Schatten hingelegt. Man sieht sonst immer nur Frauen mit Kind, oder Mann im Anzug. An diesem Tag waren aber tatsächlich eine ganze Menge Familien unterwegs. Aber die Kinder werden echt ganz schön verwöhnt.

Decke des Tokyo International Forums

Decke des Tokyo International Forums


Aber man kann ja nicht nur herum liegen. Ich habe dann das Tokyo International Forum besucht, dass Messegelände dient. Es war zwar keine Messe dort, die mich interessiert, aber die Architektur war schon faszinierend. Über einem hängt die Decke, die in gewisser Weise an Rippen erinnert. Keine Ahnung, ob das ein Symbol für irgendwas ist, aber schick ist es.

Shinkansen und Kimono

Shinkansen und Kimono


Ginza ist übrigens das einzige Viertel, wo ich Frauen im Kimono als Abendgarderobe gesehen habe. Generell ist das Angebot an Restaurants relativ umfangreich dort. Man kann da natürlich Sushi essen gehen, aber auch international schlemmen. Zum Beispiel gibt es dort ein schönes deutsches Restaurant mit Kartoffelauflauf und Eisbein. Leider ist das Essen gehen in Ginza viel zu teuer.

Vergesst nicht den Blick in das Photoalbum.

Sushi-Restaurant mit Warteschlange

Sushi-Restaurant mit Warteschlange

Suica wird gegen Pasmo getauscht

Pasmo mit Monatskarte

Pasmo mit Monatskarte


Kennt ihr noch die Suica? Ich habe die jetzt gegen eine Pasmo getauscht (fast getauscht: ich muss die Suica noch zurück bringen, im Moment habe ich noch beide Karten). Warum habe ich das gemacht? Dazu einen kleinen Ausflug in das Bahnsystem von Tokyo.

Bahnnetz

Bahnnetz


Prinzipiell gibt es zwei Systeme in Tokyo: Die Tokyo U-Bahn und die JR-Linien. Dazu kommen die Linien um Tokyo herum, wie die der Tōkyū-Gesellschaft.

Blick zum Bahnhof Hiyoshi

Blick zum Bahnhof Hiyoshi


Bleiben wir aber zunächst in Tokyo. Die JR betreibt wohl eine der wichtigsten Linien in Tokyo: die Yamanote Line. Diese Linie fährt im Kreis und verbindet die wichtigsten Umstiegspunkte miteinander. Die U-Bahn wiederum wird von zwei Unternehmen betrieben: durch die städtisch-staatliche Aktiengesellschaft Tokyo Metro und die städtische Toei-U-Bahn.

An dieser Stelle sein erwähnt, dass die Tokyo Metro neben der Hongkonger U-Bahn die einzige U-Bahn der Welt ist, die profitabel Arbeitet. Dabei gilt die Bahn als sehr gut gewartet und sicher.

Fahrkartenautomaten in Roppongi

Fahrkartenautomaten in Roppongi


Nun zu den Karten: Prinzipiell kann man mit jedem Ticket in jedem Netz fahren. Man sollte nur beachten, dass ein Bahnhof, der nur von der U-Bahn angefahren wird, nicht auf einer Preis-Karte an den JR-Automaten zu finden ist (und anders herum). Auch die Prepaid-Karten Suica (gehört zu JR) und Pasmo (gehört zur U-Bahn) kann in beiden Netzen genutzt werden. Man merkt also nicht zwangsläufig, dass man zwischendurch den Betreiber wechselt.

Wenn man allerdings etwas besonderes möchte, wie eine Monatskarte für eine bestimmte Strecke, geht das nur an einem Schalter der betroffenen Linie. Ich fahre (fast) täglich von Hiyoshi (da wohne ich) nach Mita (dort ist der Mita-Kampus). Dazu nutze ich von Hiyoshi nach Meguru die Meguru Line (wird von Tōkyū betrieben) und von Meguru nach Mita die Mita Line (wird von Toei betrieben). Aber ich muss nicht umsteigen. Der Betreiber wechselt zwar, der Zug bleibt dabei aber der selbe (man bekommt es nur anhand einer Bandansage, die sich für die Nutzung der Linie bedankt, mit). Lange Geschichte, kurzer Sinn: ich nutze in Tokyo eine Linie von Toei, damit die U-Bahn, und das bedeutet wiederum ich brauche die Pasmo, um die Prepaid-Karte auch als Monatskarte nutzen zu können.

Zugangssperren in Ikebukuro

Zugangssperren in Ikebukuro


Ein kurzes Wort zu den Preisen: Ich habe für einen Monat für die Nutzung einer einzelnen Verbindung (und das Bahnhöfe auf dem Weg dazwischen) 7140 Yen (ca. 64 Euro) bezahlt. Zum Vergleich, was uns das Semesterticket für ganz Sachsen und für eine halbes Jahr kostet: 139,50 Euro. Damit man besser den Unterschied sieht habe ich mal heraus gesucht, was ein Ticket für ein halbes Jahr und alle Linien in Tokyo kostet: 90830 Yen (ca. 820 Euro).

Asiatische Kultur in 30 Minuten

Japanische Gallerie

Japanische Gallerie

Buddha-Statue

Buddha-Statue


Heute schließt der kleine Rückblick auf das vergangene Wochenende ab. Wie Gestern beschrieben waren wir am Kaiserpalast. Anschließend wollten wir dann zum Tokyo National Museum. Unterwegs sind wir dann noch in einem Restaurant hängen geblieben und irgendwie hat sich das dann alles so hingezogen, dass wir 16:30 am Museum waren. Nun sollte man vielleicht erwähnen, dass das Museum um 17:00 Uhr schließt. Weil aber an diesem Sonntag für alle Auslandsstudenten freier Eintritt war, sind wir trotzdem rein gegangen.

Japanische Truhe

Japanische Truhe


Mehr als für einen ganz grober Überblick hat es dann auch nicht gereicht. Aber war immerhin genug, um uns neugierig zu machen. Wir kommen wieder.

Für japanische Museen ist es untypisch, aber man durfte Photographieren, wenn auch ohne Blitz. Deshalb darf ich euch wieder ein Bilderalbum präsentieren.

Noch etwas, das gar nichts mit dem Museum zu tun hat, außer dass es davor stand. In Tokyo fahren auch kleine Eiswagen herum. Nur sind die Sorten, die dort angeboten werden etwas seltsam. Grüntee-Eis kann man Japan ja schon fast erwarten, aber spätestens bei Süßkartoffel-Eis hört man sich schon.

Eiswagen

Eiswagen

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